Beiträge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Naturpark-Blog

Hier berichten die Naturpark-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter darüber, was sie bei ihren Streifzügen rund ums Steinhuder Meer erleben.

Hier schreiben:


Der Frühling ist in vollem Gange

Grasende Rinder

Während das gesellschaftliche Leben zum großen Teil noch still steht, geht die Natur ihren gewohnten Gang: Vögel brüten, Knospen sprießen und wo Blüten sich öffnen summt es dann auch von den wiedererwachten oder neu geschlüpften Insekten. Auf den Feldern sprießt es, auf den Weiden sind frisch geborene Kälber zu sehen.

Brütender Haubentaucher

Naturparkranger Milan Mato Glatt

Vereinzelt wird der See auch wieder von Seglerinnen und Seglern und anderen Wassersportlerinnen und -sportlern bespielt.

Hoffentlich blüht in Richtung Sommer dann auch das menschliche Miteinander so richtig auf!

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 3. Mai 2021)


Ein flinker Geselle – der Fischotter im Naturpark Steinhuder Meer

 

Fischotter mit Beute

Der Lebensraum ist für viele Wildtiere knapp geworden. Auch der Fischotter ist aus diesem Grund nur noch selten anzutreffen. Eine der größten Gefahren ist der Straßenverkehr, denn der Fischotter vermeidet das Hindurchschwimmen unter Brücken, weil an diesen Stellen oft eine sehr starke Strömung herrscht. Somit sterben viele Tiere beim Überqueren den Straßentod. 

Naturparkmitarbeiter Frank Behrens

Aber auch Flussbegradigungen mag der Fischotter gar nicht, denn diese Bereiche weisen meist eintönige und nahrungsarme Gewässerabschnitte auf. Der Fischotter braucht aber Verstecke und als sehr aktives Tier viele Fische, um seinen Hunger zu stillen. Auch Frösche, Muscheln, Schnecken, Krebse, Wasservögel, Wasserinsekten und Kleinsäuger wie Bisamratten stehen auf seinem Speiseplan.

Moorgarten Hagenburg

Mit ein wenig Glück kann der meist nachtaktive Fischotter auch am Tage im Naturpark Steinhuder Meer beobachtet werden, denn zahlreiche Schutzmaßnahmen haben zuletzt für ein leichtes Ansteigen der Population gesorgt. 

Viel Spaß beim Beobachten – und Fernglas nicht vergessen.

(Beitrag von Frank Behrens, 13. April 2021)


Biber-Tag

 

Biber

Naturparkranger Milan Mato Glatt

Seit 2009 ist jedes Jahr am 7. April der Internationale Tag des Bibers! Eigentlich hätten wir seinen Ehrentag gerne genutzt, um uns mit Ihnen am Naturparkhaus zu treffen und über die Ausrottung und das Comeback des Damm-Baumeisters zu sprechen. Leider bleiben unsere Infozentren auch im April geschlossen. Wir hoffen, dass sich die Corona-Lage schnellstmöglich verbessert und freuen uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, haben wir aber ein paar Biber-Fakten im Schnelldurchlauf:

Meister Bockert, wie der Biber in der Fabel genannt wird, ist mit etwa 1,35 Metern Länge und einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm das größte einheimische Nagetier. Er ernährt sich rein vegetarisch und wird bis zu zwölf Jahre alt. 1819 starb der letzte niedersächsische Biber, seit Anfang des 21. Jahrhunderts erobert er sich seine alten Lebensräume dank strengem Schutz nach und nach zurück.

Mehr Zahlen und eine Anleitung zur Biber-Spurensuche finden Sie im Biber-Flyer aus der Reihe "Neue Chancen für die Natur" – schauen Sie doch mal rein:

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 7. April 2021)


Wollgrasblüte am Steinhuder Meer

Das Wollgras blüht am Wunstorfer Damm

 

Naturparkranger Hendrik Holte

Rund ums Steinhuder Meer kann man gerade sehen, wie das Wollgras blüht – hier zum Beispiel am Wunstorfer Damm im Toten Moor.

Die Blüten sind ganz unscheinbar. Der weiße Büschel, dem die Pflanze ihren Namen zu verdanken hat, ist die Frucht.

Mehr Infos zu diesem Überlebenskünstler gibt’s hier:

Lebensraum Naturpark Steinhuder Meer

Pflanzen im Naturpark

Es wächst und sprießt allerortens. So abwechslungsreich wie die Landschaften so vielfältig ist auch die Pflanzenwelt im Naturpark. Torfmoos und Wollgras p...

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(Beitrag von Hendrik Holte, 6. April 2021)


Ostergruß am Wegrand

Osterentdeckung am Steinhuder Meer

FÖJlerTimon Wolff

Auf dem Weg zum Sträucherschneiden habe ich am Steinhuder Meer Rundweg diesen österlich geschmückten Busch entdeckt.

Über diesen Ostergruß haben sich auch andere Ausflügler gefreut und ihn fotografiert.

Frohe Ostern aus dem Naturparkhaus!

(Beitrag von Timon Wolff, 29. März 2021)


Wieder vom Aussichtsturm aus zu sehen: das Steinhuder Meer

Frühlingsvorbereitungen: Der Naturpark macht sich hübsch

Naturparkranger Milan Mato Glatt

Die Vorbereitungen für die Saison 2021 sind trotz der Coronalage in vollem Gange: Überall am "Meer" ploppen Stege wieder auf, die Naturparkmitarbeiterinnen und -mitarbeiter bringen die Wege und Stege auf Vordermann und hoffen wie alle, einen möglichst normalen Sommer zu erleben.

Zum Beispiel wurde die Sicht vom Aussichtsturm im Toten Moor freigeschnitten, sodass das Meer von dort aus wieder schön zu sehen ist. Der Turm ist Teil des Moorerlebnisweges, der gerade im Frühjahr besonders schöne Ecken bereithält.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 16. März 2021)


Bewegtes Eis

FÖJlerTimon Wolff

Die dicke Eisschicht, die sich durch die tiefen Minustemperaturen im Februar auf dem Steinhuder Meer gebildet hat, ist mit den warmen Tagen in der vergangenen Woche wieder verschwunden. Bevor das Eis aber wieder ganz geschmolzen war, konnte man noch ein beeindruckendes Schauspiel am Ufer beobachten.

In dem Video ist der Uferbereich am Surfstrand in Mardorf zusehen. Man kann erkennen, wie durch den Wind die dünne Eisschicht an das Ufer gedrückt wird und das Eis sich dabei unter klirrenden Geräuschen zu größeren Haufen auftürmt.

Uferbereich am Surfstrand

In kurzer Zeit sind viele Ausflüglerinnen und Ausflügler ans Ufer gekommen und haben über das Schauspiel gestaunt. Allerdings war dieses nur von kurzer Dauer: Das Foto zeigt den Uferbereich des Surfstrandes einige Stunden später als das Eis bis auf ein paar Reste geschmolzen ist.

 

Kaum noch Eis am Surfstrand

(Beitrag von Timon Wolff, 1. März 2021)


 


Morgendämmerung in verschneiter Landschaft

Eiszeit am Steinhuder Meer

Naturparkranger Milan Mato Glatt

Der vorerst letzte kalte Tag in der Region beginnt am Steinhuder Meer spektakulär. In der Morgendämmerung gibt es immer wieder einige Minuten, in denen das Licht den See besonders schön in Szene setzt. Wann wird es wohl das nächste Mal so viel Schnee geben? Das letzte Mal mit Schnee und Eis bedeckt war es 2018. Im Jahr 2012 war es so stark zugefroren, dass es – anders als in diesem Jahr – zum Begehen freigegeben wurde. Doch auch vom sicheren Ufer oder am Schreibtisch im Naturparkhaus lässt sich die schöne Eis- und Schneelandschaft genießen.

Hier noch ein paar Impressionen aus der eisigen letzten Woche:

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 15. Februar 2021)


Leicht raue See

Der Steg zum Winzlarer Turm

FÖJlerTimon Wolff

Während meines FÖJs bin ich viel mit den Rangern im Naturpark unterwegs, um z. B. die Wege oder Aussichtsplattformen zu kontrollieren. Im Winter, wenn es auf den Wegen nicht so trubelig ist, wird die Infrastruktur erneuert. Ende Januar war der Steg zum Winzlarer Turm dran: Die Unterkostruktion musste wegen Schäden durch Holzameisen getauscht werden. Dabei wurde der neue Stegabschnitt von 1,6 auf 1,8 Meter verbreitert und die Tragbalken sind nun nicht mehr aus Holz.

Der erneuerte Stegabschnitt

Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen, die Sperrung aufgehoben und der Turm am Ende des Steges, von dem eisige Aussichten auf das Steinhuder Meer möglich sind, ist wieder erreichbar. Höchste Zeit für einen Spaziergang auf dem verschneiten Meerbrucherlebnisweg!

Der Winter hält Einzug

Mehr Infos gibt’s hier:

Ausflugsziele

Meerbrucherlebnisweg

Etwas mehr als einen halben Kilometer geht es zu Fuß entlang der Meerbruchswiesen. Auf dem Weg liegen Beobachtungshütten, Infotafeln, der Winzlarer Turm,...

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(Beitrag von Timon Wolff, 8. Februar 2021)


Drei Heidearten

Heidearten

Naturparkranger Milan Mato Glatt

Die Besenheide (vorne im Bild) hat wohl jeder schon einmal gesehen. Am Steinhuder Meer kommen jedoch noch zwei andere Heidearten vor – hier wachsen sie alle nebeneinander: Mittig ist die Glockenheide zu sehen, hauptsächlich in der linken Bildhälfte zeigt sich die Rosmarinheide.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 11. Dezember 2020)


Wasserbüffel kommen auch auf nassen Böden gut zurecht

Landschaftspfleger mit Biss

Naturparkranger Milan Mato Glatt

Im Meerbruch leisten Wasserbüffel seit Jahren Naturschutzarbeit.

Sie halten das Offenland frei und sind ein echter Hingucker.

Besonders in den ruhigen Stunden morgens und abends lohnt ein Besuch, da dann das Licht besonders schön ist.

Mehr Infos zu Wasserbüffeln und Co. gibt’s hier. 

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 17. November 2020)


Einsames Boot: Die Stege am Steinhuder Meer leeren sich

Das Verschwinden der Boote und Stege am Steinhuder Meer

FÖJlerTimon Wolff

Die Segelboote sind nun fast alle verschwunden. Ihre Besitzerinnen und Besitzer haben sie nach und nach von den Stegen des Steinhuder Meeres abgeholt, da der See nur vom 20. März bis zum 31. Oktober befahren werden darf.

Die Stege ragen jetzt leer ins Steinhuder Meer. Aber auch sie sind nicht mehr lange da. Die meisten von ihnen werden im Winter abgebaut, damit sie nicht durch Windeinwirkungen oder Eisgang beschädigt werden.

(Beitrag von Timon Wolff, 4. November 2020)


Naturparkranger Hendrik Holte und FÖJler Timon Wolff mit ihren Funden

Autoreifen, Bojen und eine Mütze: Müllsammeln im Naturschutzgebiet

Naturparkranger Milan Mato Glatt

In den vergangenen Wochen haben die Wetterbedingungen es zugelassen, dass wir insgesamt viermal aufs Steinhuder Meer fahren konnten, um am Ostufer Müll zu sammeln.

Dabei traten neben unzähligen Dosen und Flaschen auch jahrzehntealte Autoreifen, Bojen, Bootshaken und eine verlorene Mütze zutage.

Obwohl unser Boot, die Wasserläufer, jedes Mal im Handumdrehen randvoll war, warten sicher noch einige "Schätze" an der Uferlinie.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 28. Oktober 2020)


Wichtelmännchen auf dem Märchenweg in Bad Rehburg

Ausflugstipp: Brüder Grimm Märchenweg in Bad Rehburg

Dipl.-Ing. Elke Bohn

Durch Bad Rehburg zieht sich nun auch ein Teil der Deutschen Märchenstraße und seit September 2020 ist der Märchenweg für die Öffentlichkeit freigegeben. Es lohnt sich, einen Ausflug in die Rehburger Berge zu unternehmen. Entlang der alten Promenadenwege ziehen sich die Wanderwege durch den Buchenwald mit teilweise wunderbarem Weitblick auf das Steinhuder Meer, schönen Plätzen und liebevoll geschnitzten Holz-Märchen-Figuren, die es zu bestaunen lohnt.

Jeweils an ausgewählten Plätzen erzählen Tafeln von Persönlichkeiten aus der alten Zeit. Grimms Märchen sind mit Liebe zum Detail in Form von geschnitzten Holzfiguren dargestellt und das passende Märchen steht auf einer Tafel zum Nachlesen. So manches alte Märchen kommt so wieder in Erinnerung.

Für meine Tochter war die größte Spannung, endlich die nächste Märchenfigur zu entdecken und das dazugehörige Märchen zu lesen.

Nächstes Wochenende geht es wieder in die Rehburger Berge, dann Richtung Wilhelmsturm.

Anfahrt: Parkplatz Friedrich-Stollberg-Allee/Historische Kuranlagen 31547 Bad Rehburg

(Beitrag von Elke Bohn, 30. September 2020)


Mittlerer Sonnentau mit Blütenstand

Der Sonnentau blüht

Naturparkranger Milan Mato Glatt

Der Sonnentau ist eine typische Moorpflanze. Ihre Nährstoffe bezieht sie aus der Verdauung von kleinen Insekten, die sie mit ihren Tentakeln fängt. 

Wer die fleischfressende Schönheit finden will, braucht allerdings ein gutes Auge. Hier blüht der Mittlere Sonnentau, eine von drei heimischen Arten. Gefunden am Erlebnisweg Totes Moor auf der Ostseite des Steinhuder Meeres.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 26. August 2020)


Störche in Steinhude

Weißstörche bereiten sich auf den Rückflug vor

Naturparkmitarbeiter Frank Behrens

Nachdem die Brutsaison der Weißstörche nun dem Ende entgegengeht, bereiten sich die Tiere wieder auf den Flug in die südlichen Überwinterungsgebiete vor. Zurzeit wird in den Nestern kräftig mit den Flügeln geschlagen, um die Flugmuskeln zu stärken und den ersten Alleinflug zu wagen, immer ein großes Abenteuer für jedes Tier.

Den Flug in Richtung Süden treten die Vögel meist Mitte bis Ende August an, wobei die Jungstörche ein bis zwei Wochen früher als die Altvögel starten. Der Rückflug beginnt in Afrika Mitte Februar, die Rückkehr erfolgt meist Anfang März bis Anfang April.

Im Naturpark Steinhuder Meer haben die Tiere 2020 wieder sehr erfolgreich gebrütet und ihre Jungen aufgezogen, in Steinhude am Südufer sogar zwei Paare in unmittelbarer Nachbarschaft.

(Beitrag von Frank Behrens, 29. Juli 2020)