Beiträge der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Naturpark-Blog

Hier berichten die Naturpark-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter darüber, was sie bei ihren Streifzügen rund ums Steinhuder Meer erleben.

Filmdreh im Naturpark Steinhuder Meer

Der Naturpark Steinhuder Meer hat, wie bereits berichtet, kürzlich die neue Ausstellung im Naturpark Infozentrum Steinhude eröffnet. Eine Neuerung fehlt allerdings noch: Svenja und Ralph Schieke vom Naturfilm-Unternehmen MacroTele drehen aktuell einen Film über den Meerbruch, der im Kinobereich der Ausstellung laufen soll. 

Dreharbeiten im Meerbruch

Für den Film standen am 18. Mai Rabea Frost und ihr Sohn, der neunjährige Jorrit Tieste aus Großenheidorn, vor der Kamera. Während der Dreharbeiten konnten die beiden sogar gemeinsam mit dem Naturparkranger Hauke Zirfas einen fliegenden Fischadler beobachten. 

Die Aufnahmen sind damit abgeschlossen, jetzt erfolgt noch der Filmschnitt und die Vertonung. Die Veröffentlichung ist für den Herbst 2022 geplant. 

(Beitrag von Frank Behrens, 23. Mai 2022)


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Zukunftstag 2022

Der Zukunftstag bietet Schülerinnen und Schülern von weiterführenden Schulen einmal im Jahr die Gelegenheit, in alle möglichen Berufe reinzuschnuppern.

Milo und Theo aus der 6. und 7. Klasse haben sich dafür das Naturpark-Team ausgesucht und durften Naturparkranger Milan Mato Glatt einen Tag lang bei seiner Arbeit begleiten.

Zukunftstag: mit dem Ranger auf Kontrollfahrt

Bei bestem Wetter stand unter anderem eine Bootskontrolle an. Am Morgen hat das Trio die Grenzen der Naturschutzgebiete kontrolliert und nach Auffälligkeiten Ausschau gehalten. Nach einem kurzen Zwischenstopp auf der Insel Wilhelmstein ging es weiter nach Steinhude. Hier konnten sie die neue Ausstellung in der Infoscheune des Naturparks bestaunen.

Nach einer kurzen Pause haben die fleißigen Helfer am Turm Neue Moorhütte ein Alu-Einweggrill und anderen Müll geborgen. Um auch andere Teile der Regionsverwaltung kennenzulernen, konnten Milo und Theo im Anschluss dem Landschaftspflegehof helfen, den Pfosten eines Geländers neu zu setzen.  Zum Abschluss dieses ereignisreichen Tages gab es noch eine Führung durch das Naturparkhaus mit der FÖJlerin Yasmin Müller. 

(Beitrag von FÖJlerin Yasmin Müller, 16. Mai 2022)


Unterwegs im Grinderwald

Die Frühlingssonne wärmt den lichten Waldboden und der Gesang der Vögel erfüllte die frische Luft. Dieser Tag ist wie geschaffen für eine Tour durch den Grinderwald – den größten Wald im Naturpark Steinhuder Meer.

Grinderwald

Das magische Band des Waldes

Die Frühlingssonne wärmt den lichten Waldboden und der Gesang der Vögel erfüllt die frische Luft. Dieser Tag ist wie geschaffen für eine Tour durch den Grinderwald – den größten Wald im Naturpark Steinhuder Meer.

Vorbei an dem grandiosen Waldspielplatz, den ich definitiv nochmal mit meiner kleinen Familie besuchen muss, richte ich meinen Weg gen Westen, tief ins Herz dieses wundervollen Forstes. Trotz seiner teilweise sehr gradlinigen Erschließung überrascht dieser Wald immer wieder mit seinen kleinen wilden Ecken. 

Die Sturmschäden der letzten Wochen konnten noch nicht in Gänze beseitigt werden und so trifft man immer wieder auf Bäume, die beim Tanz mit den Orkanen ihren halt verloren haben. Meist sind es Fichten, die von den Winden umgeworfen wurden. Diese Baumart stammt eigentlich aus höheren Berglagen und dem hohen Norden. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ist sie perfekt an die dortigen Umweltbedingungen angepasst: Sie wurzelt sehr flach, sodass selbst steiniger Grund oder der Permafrost der Subarktis kein Hindernis darstellen. Lange Zeit war sie der „Brotbaum“ der hiesigen Forstwirtschaft, da die Fichtenstämme sehr gradlinig wachsen und ihr Holz hervorragende Eigenschaften aufweist. So wurde sie auch auf Standorten etabliert, die ihrer ökologischen Nische nicht entsprechen. Durch Dürren, Stürme und Schädlinge ist sie nun stark auf dem Rückzug. Doch nicht nur Fichten konnten den Stürmen der letzten Zeit nicht standhalten. Auch einzelne umgestürzte Kiefern und Douglasien verleihen dem Forst ein wilderes Aussehen.

Während ich entfernt die Kolkraben rufen höre lauert im Schatten der dunklen Bäume der letzte Hauch der Winterkälte. Die noch flach stehende Sonne versucht mit aller Kraft durch die dichten Zweige zu dringen und ihre Strahlen schneiden durch die diesige Luft, um das Leben des Waldes aus seinem tiefen Schlaf zu wecken. 

Als ich auf einen kleineren Weg abbiege, entdecke ich etwas ganz Besonderes: einen der seltenen sichtbaren Beweise für das unsichtbare Netz, das die Bäume des Waldes verbindet. Einst wurde an dieser Stelle eine Douglasie durch Menschenhand geerntet. Anstatt dass der Baumstumpf nun tot im Wald dem Verfall preisgegeben wird, halten ihn seine Nachbarbäume am Leben. Wie bei einer Wunde an einem Stamm beginnt der Baumstumpf, auch Stubben genannt, seine verbleidende Rinde über die Sägefläche zu schieben. „Überwallen“ heißt diese Handlung, die man oft an Bäumen sieht, bei denen vor ein paar Jahren ein Ast bündig abgeschnitten wurde. Aber warum kann ein Toter Baum ohne Krone, ohne Energie einfach seine Wunden verschließen? 

Stubben im Grinderwald

Die Antwort lautet: Mykorrhiza. Das fast schon magisch anmutende Pilzgeflecht, das einer Art Sozialversicherung gleichkommt. Es ist eine Symbiose zwischen Pilzen und den Bäumen des Waldes. Anders als gemeinhin angenommen wird, ist der allergrößte Teil eines Pilzes unter der Erde. Das, was wir überirdisch sehen, ist lediglich der Fruchtkörper. Die Ausmaße des unterirdischen Pilzgeflechtes können gigantisch sein. Der Pilz kann wesentlich besser Mineralien im Boden aufschließen, die Bäume hingegen betreiben Photosynthese und produzieren dadurch Zucker. Das Prinzip dieser Symbiose basiert auf einem Tauschhandel zwischen Bäumen und Pilzen: „Ich gebe dir Mineralien, du gibst mir Zucker.“ Es ist nicht nur ein einziger Baum an einen Pilz „angeschlossen“. Dutzende, hunderte, manchmal sogar tausende Bäume können durch Pilze miteinander verbunden sein. So ist das Ganze nicht nur ein Austausch zwischen Pilz und Baum, sondern ebenso ein Austausch zwischen den Bäumen. Die alte Douglasie, die einst gefällt wurde ist ein Teil dieses fast schon magischen Bandes, und so vermochte sie ihren eigenen Tod zu überleben. 

Voller Ehrfurcht setze ich meinen Weg fort, atme den Duft des Waldes ein, spüre die Wärme der Frühlingssonne und freue mich ein Teil dieser wundervollen Welt zu sein…

Von wandernden Steinen, Zyklopen und Hexenhäusern…

…. Ich setze meinen Weg immer weiter fort, vorbei an einzelnen Findlingen, die an manchen Stellen als stumme Zeugen der letzten Eiszeit aus dem Boden ragen. Sie sehen fast verschlafen aus, wie sie halb zugedeckt mit weichen Moosen dem Verlauf der Jahrtausende zu trotzen scheinen. Einst waren sie auf einer langen Wanderung, denn keiner dieser Steine kommt ursprünglich von hier. Mit den Gletschermassen der letzten Eiszeit kamen sie aus dem hohen Norden zu uns. Noch immer zeugen ihre rund geschliffenen Formen von den Kräften, die hier walteten. Die Jahrtausende, die diese Wanderer aus dem Norden hier ruhten sind jedoch nur ein Wimpernschlag in der Geschichte ihrer Existenz – quasi ein kurzer „Powernap“ der Geologie.

Findling im Grinderwald

Auch wenn es kaum jemand vermuten würde, sind viele Dinge in diesem Wald ein Zeugnis der Eiszeit. Alleine der Name dieses Waldes basiert auf den Urkräften der eisigen Riesen.

Vor mehr als zehntausend Jahren wuchs hier kein einziger Baum. Die gesamte Landschaft war eine karge Tundra, teilweise sogar eine Kältewüste. Ohne eine nennenswerte Vegetation war der Boden den tosenden Elementen schutzlos ausgeliefert. Er wurde durch sie abgetragen und an anderer Stelle fallen gelassen. So kam es, dass über den Steinen aus nordischem Geröll und Weserkies eine Sanddecke gelegt wurde. Ein Gemisch aus Kies, Geröll und Sand wurde in der altsächsischen Sprache „Grind“ genannt. So ist der Boden dieses alten Ortes nicht nur namensgebend für diesen Wald, sondern ebenso der Grund, warum hier überhaupt ein Wald wachsen gelassen wurde. In diesem Untergrund wäre Pflügen keine freudige Aufgabe.

Der kühle Wind lässt die spärlichen Gräser in einem lichteren Teil des Waldes sachte tanzen. Erste Mücken kreisen bereits in den wärmenden Sonnenstrahlen. Immer wieder fällt mir auf, wie viele Tiere hier im Wald ihre Spuren hinterlassen. Alle paar Meter zeichnen sich an den letzten feuchten Stellen des Weges die Trittsiegel von Rehen ab. Auch findet man hin und wieder ihre Liegestellen – kleine, laubfreie Abdrücke auf dem Boden, die von einem ungeschulten Auge meist nicht wahrgenommen werden. Mancherorts haben Wildschweine den Wegesrand auf der Suche nach Futter umgegraben und ein paar Fußabdrücke verraten die Anwesenheit von Dammhirschen.

Kein Wunder, denn dieser Wald war lange das Jagdrevier der Welfen. Viel wichtiger als für den Zeitvertrieb des Adels war der Wald jedoch für die hiesige Landbevölkerung: Er diente als Waldweide, zur Mast der Schweine und war aufgrund der Herbstblätter die Grundlage für die dringend benötigte Einstreu der Ställe im Winter. Nicht zuletzt diente der Wald den Menschen als Holzquelle. Zahlreiche blutige Konflikte entbrannten rund um das Holz. Die Bewohner der umliegenden Dörfer vertrieben gewaltsam Holzdiebe aus dem benachbarten Nienburg, die teilweise mit ganzen Gespann-Trossen zur Plünderungen in den Wald fuhren. Der friedliche Vogelgesang der nun durch das Waldland hallt, macht solche Konflikte heute nur noch schwer vorstellbar.

Zyklopenbuche

Vorbei an einer Zyklopen-Buche, deren wachsames Auge die passierenden Wandersleute beobachtet, wende ich mich nach Norden. Durch die lichten Zweige des Buchenwaldes erkennt man schon aus einiger Entfernung das urige Bauwerk inmitten knorrigen Bäume.

Suhl-Hütte

Mit altem Fachwerk gebaut fügt sich die Suhl-Hütte perfekt in die Landschaft und bietet eine traumhafte Hexenhaus-Kulisse für eine kurze Rast. Von kleinen versteckten Teichen umgeben, die nach ein paar Windungen des Weges einen bezaubernden Anblick bieten, lädt dieses Areal wahrlich zum Verweilen ein. Kurz halte ich inne, beobachte das Glitzern der kräuselnden Wellen in der Mitte des Wassers, während sich die Zweige der Bäume und der endlose Himmel am glatten Wasser der Teichränder spiegeln. Die tiefen Rufe der Kolkraben hallen weit entfernt durch die Weite des Waldes und mit einer inneren Zufriedenheit, die mir nur die Natur schenken kann begebe ich mich zurück auf den Heimweg.

(Beitrag von Naturparkranger Hauke Zirfas, 23. März 2022)


Neues aus dem Naturpark Infozentrum Steinhude – Umbau  bald abgeschlossen

Im Naturpark Infozentrum Steinhude tut sich wieder einiges. Nach der Installation der Videowand im vergangenen Jahr werden zur Zeit  weitere Verschönerungsarbeiten in Angriff genommen. So sind mittlerweile alle alten dem Jahr 1998 stammenden Tafeln und Elemente abgebaut worden, denn diese waren technisch wie auch inhaltlich mittlerweile vollkommen veraltet. 

Infozentrum Steinhude im Umbau

Auch soll künftig mehr Tageslicht für eine bessere Ausleuchtung sorgen, eine neuartige Verdunklung wird auch weiterhin den Betrieb des beliebten Naturparkkinos ermöglichen.

Wenn die Maler demnächst mit den Arbeiten fertig sind, sollen die neuen Informationstafeln und Elemente  installiert werden, diese befinden sich momentan in der Produktion. 

Wenn alles nach Plan verläuft, soll das Infozentrum Ostern wieder den normalen Betrieb aufnehmen und steht den Besucherinnen und Besuchern dann wieder in alter Qualität zu Verfügung.

(Beitrag von Frank Behrens, 16. März 2022)


Frühlingserwachen im Wald der Spechte: Der Klosterforst Loccum

Schon zu Beginn der kleinen Wanderung durch den Klosterforst kann man spüren, dass hier etwas ganz Besonderes wartet. Als erlebte ich eine Zeitreise, nähere ich mich dem alten Torhaus der Klosteranlage und das Geräusch der fahrenden Autos auf der Straße hinter mir wird von der Faszination für diese alten Gemäuer vollkommen ausgeblendet.

Beeindruckt von den Baukünsten längst vergangener Tage verlasse ich das Dunkel des Torhauses und muss schmunzeln, da ich bis jetzt erst 20 Meter gegangen bin und sich nun das volle Ausmaß dieser Klosteranlage vor mir erhebt. Vorbei an den Gemäuern der alten Sakralbauten und Wirtschaftsgebäude setze ich meinen Weg fort, um mein eigentliches Ziel zu erreichen: den Klosterforst.

Mit seinen uralten Eichen und Buchen, dem plätschernden Bachlauf und den Teichen, auf denen Enten, Gänse und Kormorane umherschwimmen, könnte man fast glauben, hinter den Klostermauern ein Kleinod unberührter Natur zu finden. Dass dies keineswegs der Fall ist, liegt in der Geschichte dieses Ortes begründet: Die Mönche, die hier vormals walteten, gehörten dem Orden der Zisterzienser an. Sie widmeten ihr Leben dem Gebet und der Arbeit. So ist es nicht verwunderlich, dass jene rührigen Mönche die einst wilde Welt, in der sie ihre Klöster erbauten, nach ihrem Belieben formten: Urwälder wurden gerodet und kultiviert, Flüsse wurden umgeleitet, Zisternen wurden gebaut und künstliche Teiche angelegt. Das heutige urige Aussehen dieser mittelalterlichen Kulturlandschaft beruht schlicht und ergreifend darauf, dass diese Umgestaltung bereits viele Jahrhunderte zurückliegt und sich die Natur ihren Teil ein Stück weit zurückerobert hat. 

Dass dies an diesem Orte besonders gut gelingt, kann man mit allen Sinnen erleben. Als ich meinen Weg entlang des Bachlaufs der Fulde fortsetze, ertönt im Wald ein Frühlingskonzert von den Zweigen der sonnenbeschienenen Bäume. Zahlreiche Vogelarten sind hier zuhause. Kleiber laufen auf der Suche nach Nahrung kopfüber die Stämme der Eichen herunter. Buchfinken, Meisen und Amseln flattern umher und zwischen den Dornen der Brombeeren verschwinden die winzigen Zaunkönige im Unterholz.

Das, was am meisten auffällt, ist jedoch das laute Hämmern der Spechte. Nah und fern ist der Wald erfüllt vom Geräusch ihrer emsigen Arbeit. Hin und wieder ist es mir möglich, einen von ihnen in den Wipfeln der alten Bäume zu entdecken. Ein Mittelspecht, der sehr leicht mit einem Buntspecht zu verwechseln ist, lässt sich gar nicht von mir stören, während er akribisch auf die mächtigen Äste einer alten Buche einhämmert. Anders als der Buntspecht besitzt der Mittelspecht ein gänzlich rotgefiedertes Haupt. Der Buntspecht hingegen trägt nur einen roten Hinterkopf-Streifen auf seinem schwarzen Kopf. Auch das Rot auf dem Bauch des Mittelspechtes läuft viel gesprenkelter in das weiße Brustgefieder über als bei seinem „bunten“ Verwandten. 

Der Frühling erwacht im Klosterwald Loccum

Als ich von der Ruine der im Wald versteckten Luccaburg entlang des mit Krokussen bewachsenen Bachufers zurück zum Kloster gehe, ertönt wie zur Verabschiedung der markante Ruf eines Grauspechtes. Es wundert mich erst, diesen sehr seltenen Bewohner unserer Wälder hier zu hören. Andererseits – warum auch nicht? Mit seinen uralten Eichen und Buchen, den jungen Erlenwäldern, den kleinen Feuchtwiesen und strukturreichen Waldrändern ist dieser Wald ein echtes Paradies im Naturpark Steinhuder Meer. 

(Beitrag von Naturparkranger Hauke Zirfas, 7. März 2022)


Ein Tag im Naturpark: Bericht aus dem Schülerpraktikum

Ein Erfahrungsbericht von Kolja, der ein Praktikum im Fachbereich Umwelt absolviert und einen Teil davon im Naturpark Steinhuder Meer verbracht hat

Kolja auf dem Weg zum Turm an der Neuen Moorhütte.


Während meines Praktikums im Naturpark Steinhuder Meer gefiel mir besonders gut der Besuch eines Aussichtsturms, denn dort war nicht nur die Aussicht über das Steinhuder Meer schön, nein, vor allem der Weg zu dem Aussichtspunkt hat mir gut gefallen, denn ich hatte das Glück einen Adler in seinem Nest beobachten zu können. Aber nicht nur das hat mir gefallen, sondern auch das Beseitigen der Sturmschäden auf dem Weg.

Wir mussten dort zum Beispiel große Äste und Bäume die den Weg blockiert haben mit Säge und Beil aus dem Weg räumen. Spannend war auch, dass wir einen Surfer vor dem Strand gesehen haben, der dort nicht Surfen durfte. Wir haben uns beeilt, um ihn darauf anzusprechen, jedoch war er bereits weg, als wir am Strand eintrafen.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir das Praktikum hier beim Fachbereich Umwelt gut gefallen hat und ich es auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

(Beitrag von Schülerpraktikant Kolja, 1. März 2022)


 

Welttag der Feuchtgebiete

Am 2. Februar ist Welttag der Feuchtgebiete. Die UNESCO hat den Tag schon 1971 ins Leben gerufen, um mehr Menschen über die Wichtigkeit von Feuchtgebieten wie zum Beispiel Mooren und ihren Schutz informieren. Seit 1997 findet er jährlich statt.

Moore speichern eine sehr große Menge Kohlenstoff und das sogar für immer. Zumindest solange bis sie zerstört werden – etwa durch den Torfabbau. In Deutschland sind mittlerweile 95 Prozent der ursprünglichen Moore entwässert oder abgetorft. Von den übrigen fünf Prozent sind wiederum nur zehn Prozent in einem naturnahen Zustand, also in einem Zustand, in dem sie wirklich eine große Menge an Kohlenstoff speichern können. 

An vielen Stellen versuchen Expertinnen und Experten inzwischen, die abgetorften Moore zu renaturieren, also in einen möglichst naturnahen Zustand zurückzubringen. Im Naturpark Steinhuder Meer läuft dieser Prozess aktuell im Toten Moor. Er ist allerdings sehr langwierig: Bis eine einen Meter dicke Torfschicht gewachsen ist, vergehen rund tausend Jahre.

Trotzdem lohnt sich die Arbeit:

Nach und nach siedeln sich heimische Insekten- und Pflanzenarten wieder an. Einige Arten können nur unter den dort vorherrschenden Bedingungen überleben, weil sie nahezu perfekt an die Lebensbedingungen im Moor angepasst sind. 

Weitergehende Informationen zum Lebensraum Moor und den dort lebenden Spezialisten finden Sie auf unserer Website:

Lebensraum Naturpark Steinhuder Meer

Pflanzen im Naturpark

Es wächst und sprießt allerortens. So abwechslungsreich wie die Landschaften so vielfältig ist auch die Pflanzenwelt im Naturpark. Torfmoos und Wollgras p...

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Landschaftstypen

Geheimnisvolle Moore

Das Moor ist ein Lebensraum, der die Menschen seit je her ängstigt und fasziniert zugleich. Besonders geheimnisvoll erscheint es, wenn Nebelschwaden durch...

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(Beitrag von FÖJlerin Yasmin Müller, 25. Januar 2022)


Herbstliche Müllsammel­aktion im Natur­schutz­gebiet

Die FÖJler Torben, Judith und Yasmin haben im Naturschutzgebiet jede Menge Müll gefunden.

Auch in diesem Jahr hat der Naturpark wieder Müll im Naturschutzgebiet gesammelt, diesmal unterstützt von FÖJlern von der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM). Dabei kamen wieder einige spannende Dinge zusammen:

Wiedervereint: Kiteboard und Besitzer

Unter anderem wurden Teile von Surfbrettern, Autoreifen, eine Flaschenpost, Bierdosen, Chipstüten und Konfetti gefunden. Bitte achtet darauf, dass der selbst produzierte Müll wieder mitgenommen wird.

Nachtrag vom 19. Oktober: Die Sammelaktion hatte ein unerwartetes Happy End: Auf einem der Fundstücke, einem Kiteboard, war eine Handynummer zu finden. Einen Anruf später konnte der glückliche Besitzer das unbeschädigte Brett heute wieder in Empfang nehmen.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 18. Oktober 2021)


Alternativen zu torfhaltiger Blumenerde

Torfabbau

Für Blumenerde werden große Moorflächen entwässert und abgetorft, es werden allein in Deutschland jährlich bis zu 8 Millionen Kubikmeter Torf gefördert. Doch Moore sind aus vielerlei Gründen schützenswert, insbesondere in Bezug auf die Klimaerwärmung, denn dort werden große Mengen CO2 dauerhaft gespeichert, zudem stellen sie wichtige Refugien für viele seltene Spezies dar. Über das Wachstum der Torfmoose nimmt die darunter liegende Torfschicht um ca. 1 Millimeter pro Jahr zu. Somit ist Torf ein nachwachsender Rohstoff, allerdings dauert es bis zu 1.000 Jahre, bevor sich eine Torfschicht von einem Meter Stärke neu gebildet hat. Mittlerweile gibt es einige ökologisch verträglichere Alternativen zu torfhaltiger Blumenerde, wie beispielsweise: 

  • Kompost
    • ist besonders günstig, da man ihn selbst aus Küchen- und Gartenabfällen herstellen kann.
    • Zudem wird er über die Grünschnitt-Sammelstellen im Schredder-Verfahren in großen Mengen produziert.
    • Allerdings sollte eine längere Erhitzung auf mind. 70 Grad erfolgen, um Samen und Keime von Beikräutern und invasiven Pflanzenarten unschädlich zu machen. 
  • Rindenhumus
    • sorgt als Nebenprodukt in der Forstwirtschaft für eine gute Durchlüftung des Bodens.
    • Durch Zugabe von Substraten kann der Nährstoffgehalt gesteigert werden.
  • Holzfasern
    • sind ebenfalls ein Nebenprodukt aus der Forstwirtschaft, sorgen für eine gute Durchlüftung des Boden-Millieus.
    • Da sie eher nährstoffarm sind, werden auch sie mit Düngemitteln angereichert.
  • Kokosfasern
    • lockern den Boden auf und sind gute Wasserspeicher.
    • Weil sie nur langsam verrotten, düngen sie den Boden über einen langen Zeitraum.
  • Torfmoos
    • wird teilweise bereits industriell gezüchtet und abgeerntet.
    • Dieses Verfahren befindet sich als Alternative in den benötigten Mengen allerdings noch im Experimentierstadium.

Kleiner Geheimtipp:

  • Schafswolle
    • hat als Langzeit-Dünger eine ähnliche Zusammensetzung und Wirkung wie Hornspäne.
    • Zudem lockert sie den Boden auf, reichert ihn mit Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium an und stellt außerdem einen guten Wasserspeicher dar.

(Beitrag von FÖJlerin Yasmin Müller und Naturparkmitarbeiter J. Langer)


Die Natur atmet auf

Grüne Uferlandschaft

Der nasskalte Mai hat nicht nur schlechte Seiten: Die Böden können das zusätzliche Wasser gut vertragen und es verdunstet nicht so viel wie bei warmen Temperaturen. Trotzdem sind tiefere Schichten durch die regenarmen letzten Jahre noch immer deutlich zu trocken.

Der Wasserstand am Steinhuder Meer hat derweil fast normales Niveau erreicht. Die Pflanzen an den Ufern danken es mit sattem Grün. Gerade bei wechselhaftem Wetter entstehen so beeindruckende Lichtspiele.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 2. Juni 2021)


Die Maikäfer sind da

Maikäfer

Wer die Tage aufmerksam im Naturpark unterwegs ist, kann mit etwas Glück wieder Maikäfer beobachten. 

Maikäfer sind Insekten und gehören zur Familie der Blatthornkäfer. Ausgewachsene Exemplare werden bis zu drei Zentimeter groß. Typisch für den Maikäfer sind die braunen Flügel, das schwarze Halsschild sowie das schwarzweiße Zickzackmuster an der Seite. Die Lebensdauer beträgt drei bis vier Jahre als Larve (Engerling) unter der Erde und nur etwa vier bis sechs Wochen als Käfer.

Jetzt im Mai ist die Hauptflugzeit der Tiere, daher auch der Name. Meist fliegen sie abends "brummend" aus und lassen sich beim Fressen an Eiche, Buche oder Ahorn aber auch an Obstbäumen beobachten. 

(Beitrag von Elke Bohn, 27. Mai 2021)


Der Frühling ist in vollem Gange

Grasende Rinder

Während das gesellschaftliche Leben zum großen Teil noch still steht, geht die Natur ihren gewohnten Gang: Vögel brüten, Knospen sprießen und wo Blüten sich öffnen summt es dann auch von den wiedererwachten oder neu geschlüpften Insekten. Auf den Feldern sprießt es, auf den Weiden sind frisch geborene Kälber zu sehen.

Brütender Haubentaucher

Vereinzelt wird der See auch wieder von Seglerinnen und Seglern und anderen Wassersportlerinnen und -sportlern bespielt.

Hoffentlich blüht in Richtung Sommer dann auch das menschliche Miteinander so richtig auf!

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 3. Mai 2021)


Ein flinker Geselle – der Fischotter im Naturpark Steinhuder Meer

 

Fischotter mit Beute

Der Lebensraum ist für viele Wildtiere knapp geworden. Auch der Fischotter ist aus diesem Grund nur noch selten anzutreffen. Eine der größten Gefahren ist der Straßenverkehr, denn der Fischotter vermeidet das Hindurchschwimmen unter Brücken, weil an diesen Stellen oft eine sehr starke Strömung herrscht. Somit sterben viele Tiere beim Überqueren den Straßentod. 

Aber auch Flussbegradigungen mag der Fischotter gar nicht, denn diese Bereiche weisen meist eintönige und nahrungsarme Gewässerabschnitte auf. Der Fischotter braucht aber Verstecke und als sehr aktives Tier viele Fische, um seinen Hunger zu stillen. Auch Frösche, Muscheln, Schnecken, Krebse, Wasservögel, Wasserinsekten und Kleinsäuger wie Bisamratten stehen auf seinem Speiseplan.

Moorgarten Hagenburg

Mit ein wenig Glück kann der meist nachtaktive Fischotter auch am Tage im Naturpark Steinhuder Meer beobachtet werden, denn zahlreiche Schutzmaßnahmen haben zuletzt für ein leichtes Ansteigen der Population gesorgt. 

Viel Spaß beim Beobachten – und Fernglas nicht vergessen.

(Beitrag von Frank Behrens, 13. April 2021)


Biber-Tag

 

Biber

Seit 2009 ist jedes Jahr am 7. April der Internationale Tag des Bibers! Eigentlich hätten wir seinen Ehrentag gerne genutzt, um uns mit Ihnen am Naturparkhaus zu treffen und über die Ausrottung und das Comeback des Damm-Baumeisters zu sprechen. Leider bleiben unsere Infozentren auch im April geschlossen. Wir hoffen, dass sich die Corona-Lage schnellstmöglich verbessert und freuen uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, haben wir aber ein paar Biber-Fakten im Schnelldurchlauf:

Meister Bockert, wie der Biber in der Fabel genannt wird, ist mit etwa 1,35 Metern Länge und einem Gewicht von bis zu 30 Kilogramm das größte einheimische Nagetier. Er ernährt sich rein vegetarisch und wird bis zu zwölf Jahre alt. 1819 starb der letzte niedersächsische Biber, seit Anfang des 21. Jahrhunderts erobert er sich seine alten Lebensräume dank strengem Schutz nach und nach zurück.

Mehr Zahlen und eine Anleitung zur Biber-Spurensuche finden Sie im Biber-Flyer aus der Reihe "Neue Chancen für die Natur" – schauen Sie doch mal rein:

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 7. April 2021)


Wollgrasblüte am Steinhuder Meer

Das Wollgras blüht am Wunstorfer Damm

 

Rund ums Steinhuder Meer kann man gerade sehen, wie das Wollgras blüht – hier zum Beispiel am Wunstorfer Damm im Toten Moor.

Die Blüten sind ganz unscheinbar. Der weiße Büschel, dem die Pflanze ihren Namen zu verdanken hat, ist die Frucht.

Mehr Infos zu diesem Überlebenskünstler gibt’s hier:

Lebensraum Naturpark Steinhuder Meer

Pflanzen im Naturpark

Es wächst und sprießt allerortens. So abwechslungsreich wie die Landschaften so vielfältig ist auch die Pflanzenwelt im Naturpark. Torfmoos und Wollgras p...

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(Beitrag von Hendrik Holte, 6. April 2021)


Ostergruß am Wegrand

Osterentdeckung am Steinhuder Meer

Auf dem Weg zum Sträucherschneiden habe ich am Steinhuder Meer Rundweg diesen österlich geschmückten Busch entdeckt.

Über diesen Ostergruß haben sich auch andere Ausflügler gefreut und ihn fotografiert.

Frohe Ostern aus dem Naturparkhaus!

(Beitrag von Timon Wolff, 29. März 2021)


Wieder vom Aussichtsturm aus zu sehen: das Steinhuder Meer

Frühlingsvorbereitungen: Der Naturpark macht sich hübsch

Die Vorbereitungen für die Saison 2021 sind trotz der Coronalage in vollem Gange: Überall am "Meer" ploppen Stege wieder auf, die Naturparkmitarbeiterinnen und -mitarbeiter bringen die Wege und Stege auf Vordermann und hoffen wie alle, einen möglichst normalen Sommer zu erleben.

Zum Beispiel wurde die Sicht vom Aussichtsturm im Toten Moor freigeschnitten, sodass das Meer von dort aus wieder schön zu sehen ist. Der Turm ist Teil des Moorerlebnisweges, der gerade im Frühjahr besonders schöne Ecken bereithält.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 16. März 2021)


Bewegtes Eis

Die dicke Eisschicht, die sich durch die tiefen Minustemperaturen im Februar auf dem Steinhuder Meer gebildet hat, ist mit den warmen Tagen in der vergangenen Woche wieder verschwunden. Bevor das Eis aber wieder ganz geschmolzen war, konnte man noch ein beeindruckendes Schauspiel am Ufer beobachten.

In dem Video ist der Uferbereich am Surfstrand in Mardorf zusehen. Man kann erkennen, wie durch den Wind die dünne Eisschicht an das Ufer gedrückt wird und das Eis sich dabei unter klirrenden Geräuschen zu größeren Haufen auftürmt.

Uferbereich am Surfstrand

In kurzer Zeit sind viele Ausflüglerinnen und Ausflügler ans Ufer gekommen und haben über das Schauspiel gestaunt. Allerdings war dieses nur von kurzer Dauer: Das Foto zeigt den Uferbereich des Surfstrandes einige Stunden später als das Eis bis auf ein paar Reste geschmolzen ist.

 

Kaum noch Eis am Surfstrand

(Beitrag von Timon Wolff, 1. März 2021)


 


Morgendämmerung in verschneiter Landschaft

Eiszeit am Steinhuder Meer

Der vorerst letzte kalte Tag in der Region beginnt am Steinhuder Meer spektakulär. In der Morgendämmerung gibt es immer wieder einige Minuten, in denen das Licht den See besonders schön in Szene setzt. Wann wird es wohl das nächste Mal so viel Schnee geben? Das letzte Mal mit Schnee und Eis bedeckt war es 2018. Im Jahr 2012 war es so stark zugefroren, dass es – anders als in diesem Jahr – zum Begehen freigegeben wurde. Doch auch vom sicheren Ufer oder am Schreibtisch im Naturparkhaus lässt sich die schöne Eis- und Schneelandschaft genießen.

Hier noch ein paar Impressionen aus der eisigen letzten Woche:

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 15. Februar 2021)


Leicht raue See

Der Steg zum Winzlarer Turm

Während meines FÖJs bin ich viel mit den Rangern im Naturpark unterwegs, um z. B. die Wege oder Aussichtsplattformen zu kontrollieren. Im Winter, wenn es auf den Wegen nicht so trubelig ist, wird die Infrastruktur erneuert. Ende Januar war der Steg zum Winzlarer Turm dran: Die Unterkostruktion musste wegen Schäden durch Holzameisen getauscht werden. Dabei wurde der neue Stegabschnitt von 1,6 auf 1,8 Meter verbreitert und die Tragbalken sind nun nicht mehr aus Holz.

Der erneuerte Stegabschnitt

Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen, die Sperrung aufgehoben und der Turm am Ende des Steges, von dem eisige Aussichten auf das Steinhuder Meer möglich sind, ist wieder erreichbar. Höchste Zeit für einen Spaziergang auf dem verschneiten Meerbrucherlebnisweg!

Der Winter hält Einzug

Mehr Infos gibt’s hier:

Ausflugsziele

Meerbrucherlebnisweg

Etwas mehr als einen halben Kilometer geht es zu Fuß entlang der Meerbruchswiesen. Auf dem Weg liegen Beobachtungshütten, Infotafeln, der Winzlarer Turm,...

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(Beitrag von Timon Wolff, 8. Februar 2021)


Drei Heidearten

Heidearten

Die Besenheide (vorne im Bild) hat wohl jeder schon einmal gesehen. Am Steinhuder Meer kommen jedoch noch zwei andere Heidearten vor – hier wachsen sie alle nebeneinander: Mittig ist die Glockenheide zu sehen, hauptsächlich in der linken Bildhälfte zeigt sich die Rosmarinheide.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 11. Dezember 2020)


Wasserbüffel kommen auch auf nassen Böden gut zurecht

Landschaftspfleger mit Biss

Im Meerbruch leisten Wasserbüffel seit Jahren Naturschutzarbeit.

Sie halten das Offenland frei und sind ein echter Hingucker.

Besonders in den ruhigen Stunden morgens und abends lohnt ein Besuch, da dann das Licht besonders schön ist.

Mehr Infos zu Wasserbüffeln und Co. gibt’s hier. 

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 17. November 2020)


Einsames Boot: Die Stege am Steinhuder Meer leeren sich

Das Verschwinden der Boote und Stege am Steinhuder Meer

Die Segelboote sind nun fast alle verschwunden. Ihre Besitzerinnen und Besitzer haben sie nach und nach von den Stegen des Steinhuder Meeres abgeholt, da der See nur vom 20. März bis zum 31. Oktober befahren werden darf.

Die Stege ragen jetzt leer ins Steinhuder Meer. Aber auch sie sind nicht mehr lange da. Die meisten von ihnen werden im Winter abgebaut, damit sie nicht durch Windeinwirkungen oder Eisgang beschädigt werden.

(Beitrag von Timon Wolff, 4. November 2020)


Naturparkranger Hendrik Holte und FÖJler Timon Wolff mit ihren Funden

Autoreifen, Bojen und eine Mütze: Müllsammeln im Naturschutzgebiet

In den vergangenen Wochen haben die Wetterbedingungen es zugelassen, dass wir insgesamt viermal aufs Steinhuder Meer fahren konnten, um am Ostufer Müll zu sammeln.

Dabei traten neben unzähligen Dosen und Flaschen auch jahrzehntealte Autoreifen, Bojen, Bootshaken und eine verlorene Mütze zutage.

Obwohl unser Boot, die Wasserläufer, jedes Mal im Handumdrehen randvoll war, warten sicher noch einige "Schätze" an der Uferlinie.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 28. Oktober 2020)


Wichtelmännchen auf dem Märchenweg in Bad Rehburg

Ausflugstipp: Brüder Grimm Märchenweg in Bad Rehburg

Durch Bad Rehburg zieht sich nun auch ein Teil der Deutschen Märchenstraße und seit September 2020 ist der Märchenweg für die Öffentlichkeit freigegeben. Es lohnt sich, einen Ausflug in die Rehburger Berge zu unternehmen. Entlang der alten Promenadenwege ziehen sich die Wanderwege durch den Buchenwald mit teilweise wunderbarem Weitblick auf das Steinhuder Meer, schönen Plätzen und liebevoll geschnitzten Holz-Märchen-Figuren, die es zu bestaunen lohnt.

Jeweils an ausgewählten Plätzen erzählen Tafeln von Persönlichkeiten aus der alten Zeit. Grimms Märchen sind mit Liebe zum Detail in Form von geschnitzten Holzfiguren dargestellt und das passende Märchen steht auf einer Tafel zum Nachlesen. So manches alte Märchen kommt so wieder in Erinnerung.

Für meine Tochter war die größte Spannung, endlich die nächste Märchenfigur zu entdecken und das dazugehörige Märchen zu lesen.

Nächstes Wochenende geht es wieder in die Rehburger Berge, dann Richtung Wilhelmsturm.

Anfahrt: Parkplatz Friedrich-Stollberg-Allee/Historische Kuranlagen 31547 Bad Rehburg

(Beitrag von Elke Bohn, 30. September 2020)


Mittlerer Sonnentau mit Blütenstand

Der Sonnentau blüht

Der Sonnentau ist eine typische Moorpflanze. Ihre Nährstoffe bezieht sie aus der Verdauung von kleinen Insekten, die sie mit ihren Tentakeln fängt. 

Wer die fleischfressende Schönheit finden will, braucht allerdings ein gutes Auge. Hier blüht der Mittlere Sonnentau, eine von drei heimischen Arten. Gefunden am Erlebnisweg Totes Moor auf der Ostseite des Steinhuder Meeres.

(Beitrag von Milan Mato Glatt, 26. August 2020)


Störche in Steinhude

Weißstörche bereiten sich auf den Rückflug vor

Naturparkmitarbeiter Frank Behrens

Nachdem die Brutsaison der Weißstörche nun dem Ende entgegengeht, bereiten sich die Tiere wieder auf den Flug in die südlichen Überwinterungsgebiete vor. Zurzeit wird in den Nestern kräftig mit den Flügeln geschlagen, um die Flugmuskeln zu stärken und den ersten Alleinflug zu wagen, immer ein großes Abenteuer für jedes Tier.

Den Flug in Richtung Süden treten die Vögel meist Mitte bis Ende August an, wobei die Jungstörche ein bis zwei Wochen früher als die Altvögel starten. Der Rückflug beginnt in Afrika Mitte Februar, die Rückkehr erfolgt meist Anfang März bis Anfang April.

Im Naturpark Steinhuder Meer haben die Tiere 2020 wieder sehr erfolgreich gebrütet und ihre Jungen aufgezogen, in Steinhude am Südufer sogar zwei Paare in unmittelbarer Nachbarschaft.

(Beitrag von Frank Behrens, 29. Juli 2020)