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Das offizielle Portal des Naturparks Steinhuder Meer

Schutzgebiete im Naturpark Steinhuder Meer

Naturschutzgebiete (NSG)

Im Naturpark befinden sich zurzeit sieben Naturschutzgebiete (NSG), welche vor allem die wertvollen Moor und Uferbereiche mit ihrer besonderen Pflanzen- und Tierwelt sowie das Meerbruchgebiet schützen. Die Gesamtfläche der Naturschutzgebiete beträgt rund 5.600 ha und damit rund 18 % der Naturparkfläche.

Diese besonderen Standorte gilt es, als Lebensräume teilweise sehr seltener oder gar in ihrem Bestand gefährdeter Pflanzen und Tiere vor den vielfältigen Eingriffen und vor Zerstörung zu schützen. Daher gelten in deutschen Naturschutzgebieten besondere gesetzliche Bestimmungen nach dem Bundesnaturschutzgesetz.

NSG "Totes Moor"

3.300 ha

Träger: Region Hannover

Das NSG Totes Moor ist gekennzeichnet durch offene Hochmoorflächen, Regenerationsflächen unterschiedlicher Stadien, Torfabbauflächen sowie ausgeprägte Birken- und Kiefernmoorwälder. Besondere Qualität erhält das Gebiet durch die verschiedenen Biotopkomplexe, die zusammen einen einzigartigen und weitgehend unzerschnittenen Lebensraum bilden. Das Ziel ist, die naturnahen Hochmoorflächen zu schützen und für die Renaturierung zu sichern. Auch das artenreiche und noch extensiv bewirtschaftete Grünland soll erhalten sowie weitere Ruhezonen für Wasservögel im Uferbereich und auf dem Steinhuder Meer geschaffen werden.

Im Toten Moor brüten heute schon neben mehreren Rotschenkel-, Waldwasserläufer-, Bekassinen- und Kranichpaaren etwa 100 Ziegenmelker. Weitere bedrohte Tierarten wie Fischotter, Schlammpeitzger, Schlingnatter und Laubfrosch haben hier ihren Lebensraum.

Das NSG ist Bestandteil des FFH-Gebietes Steinhuder Meer und liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet Steinhuder Meer.

Hagenburger Moor

199 ha

Träger: Region Hannover

Das Hagenburger Moor ist das älteste NSG am Steinhuder Meer. In früherer Zeit erfolgte die landwirtschaftliche Nutzung ausschließlich extensiv und die Torfgewinnung wurde im Handtorfstichverfahren durchgeführt. So konnte sich einen für das Moor typische Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Trotz der wasserbaulichen Maßnahmen in den 50er bis 60er-Jahren, die zu einem erheblichen Eingriff in den Wasserhaushalt des heutigen Schutzgebietes führten, ist das Hagenburger Moor als relativ unzerstört und naturnah zu bezeichnen.

Es zeichnet sich durch ein Mosaik verschiedener Übergänge von Nieder-, Zwischen- und Hochmoorstadien aus. Ferner ist das Gebiet auf den Niedermoorstandorten durch ausgedehnte Erlen-Birken-Bruchwälder und Weiden-Faulbaum sowie Gagelstrauch-Gebüsche gekennzeichnet. Die Hochmoorstandorte prägen Birken-Kiefern-Moorwald oder Pfeifengraswiesen. Vereinzelt findet man kleinere Flächen Wollgras-Torfmoos-Schwingrasen.

Im Süden und Westen grenzt das NSG Meerbruchswiesen an, im Nordwesten das NSG Meerbruch. Das NSG ist Bestandteil des FFH-Gebietes Steinhuder Meer und liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet Steinhuder Meer.

Rehburger Moor

812 ha

Träger: LK Nienburg/Weser

Das NSG Rehburger Moor ist sehr unterschiedlich zusammengesetzt: Trockene Sandheiden, Sand-Magerrasen, Hochmoor- und Niedermoorbereiche, größere Anteile von Moorwald und das zentral gelegene Moorgewässer Grundloser See mit den angrenzenden ungenutzten Bereichen dienen als Lebensraum für viele schutzbedürftige Tier- und Pflanzenarten. Das NSG weist darüber hinaus auch eine hohe Bedeutung für die Eigenart und die Schönheit des Landschaftsbildes auf. Das Gebiet ist Teil des großräumigen FFH-Gebietes Rehburger Moor.

Bieförthmoor

198 ha

Träger: Region Hannover

Bei dem NSG handelt es sich um ein durch Torfabbau stark verändertes Hochmoor des Norddeutschen Flachlandes, welches über Mudden und Niedermoor aufgewachsen ist. Auf den offenen Moorflächen wachsen Glocken-, Besen- und Rosmarinheide sowie Krähen- und Moosbeere. Die aufgelassenen Torfstiche und wiedervernässten Bereiche sind von Schmalblättrigem Wollgras und Torfmoos-Schwingrasen geprägt. Am Rand des Moores gedeiht Birken-Bruch- und Birken-Kiefern-Moorwald mit einer torfmoosreichen Krautschicht. Einzelne kleinere Flächen werden landwirtschaftlich genutzt. Das NSG ist Bestandteil des FFH-Gebietes Rehburger Moor.

Meerbruch

211 ha

Träger: Region Hannover, LK Nienburg/Weser

Das NSG ist durch ein Mosaik verschiedener für die Vogelwelt sehr wertvoller Biotope geprägt. Unterschiedliche teils intensiv, teils extensiv genutzte Grünlandflächen sowie das Steinhuder Meer mit seiner offenen Wasserfläche machen das Gebiet aus. Das Ufer des Flachsees ist naturnah und weist eine hervorragende Zonierung von Wasserpflanzen- und Verlandungsgesellschaften auf.

Insbesondere sind hier die See- und Teichrosen sowie die anschließenden Schilfröhrichtgürtel und Erlen-Bruchwaldbestände prägend. Landeinwärts schließen sich Sumpfreitgras-Bestände und torfmoosreiche Birken-Bruchwälder an. Auf den Niedermoorstandorten finden sich meist feuchte bis nasse, morastige Waldwiesen.

Im Westen grenzt das NSG Meerbruchswiesen an, im Südosten das NSG Hagenburger Moor. Das NSG ist Bestandteil des FFH-Gebietes Steinhuder Meer und liegt im Europäischen Vogelschutzgebiet Steinhuder Meer.

Meerbruchswiesen

1.020 ha

Träger: Region Hannover, LK Nienburg/Weser, LK Schaumburg

Das Naturschutzgebiet stellt einen Ausschnitt einer weiträumigen Feuchtniederung westlich des Steinhuder Meeres dar. Die offene Kulturlandschaft wird wesentlich von Grünland unterschiedlicher Nutzungsintensität geprägt. Vor allem in den meernahen Bereichen sind ungenutzte Stauden- und Gehölzbestände eingestreut. Sie geben zusammen mit Bächen, Gräben, Röhrichten, Einzelbäumen und Hecken einer Vielzahl seltener Pflanzen- und Tierarten Lebensraum und schaffen ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.

Im Osten grenzen die Naturschutzgebiete Meerbruch und Hagenburger Moor an. Das Naturschutzgebiet liegt vollständig im FFH-Gebiet und im Europäischen Vogelschutzgebiet Steinhuder Meer.

Auhagener Schier

14 ha

Träger: LK Schaumburg

Das Gebiet besteht aus einem älteren und strukturreichen Eichen-Hainbuchenwald. Der Wald weist eine artenreiche Krautschicht auf. Eine besondere Bedeutung bekommt der Wald wegen des Vorkommens einer großen Graureiherkolonie.