Kalendertürchen 9 | Naturpark-Adventskalender

Nachhaltige Weihnachtsbaumpracht

Viele Weihnachtsbäume, die man zum Beispiel im Baumarkt erwerben kann, stammen von großen Weihnachtsbaumplantagen. Damit die Bäume schnell in kürzester Zeit wachsen und möglichst üppige Zweige ausbilden, werden diese mit Chemiecocktails aus verschiedenen Düngemitteln und Pestiziden behandelt, welche eine große Belastung für Böden, Gewässer und Tiere, vor allem Insekten darstellen. Um auch in der Weihnachtszeit auf Umweltschutz zu achten, stellen wir heute einige Alternativen zu den herkömmlichen Weihnachtsbäumen vor: 

Grünt auch im Winter, wenn es schneit

Zertifizierter Bio-Weihnachtsbaum:

Eine gute Alternative stellen umweltfreundliche und zertifizierte Bio-Weihnachtsbäume dar. Dabei sollte man auf Siegel wie FSC, Naturland, Demeter oder Bioland, FSC achten. 

Regionaler Weihnachtsbaum: 

Oft werden auch Bäume von Forstämtern oder zum Selbstschlagen in Wäldern in der näheren Umgebung angeboten. Diese Bäume sind auf natürliche Weise und ohne Einsatz von schädlichen Chemikalien gewachsen. 

Weihnachtsbaum Vermietung:

Immer häufiger werden auch Weihnachtsbäume zum Vermieten oder Verleihen angeboten. Der Baum wird im Topf ins Wohnzimmer gestellt und nach den Festtagen beim Vermieter wieder abgegeben.

Plastik-Weihnachtsbaum:

Ein Plastik Weihnachtsbaum ist nur dann eine gute Alternative, wenn man ihn über mehr als 17 Jahre verwendet. Das Plastik besteht oft aus Weichmachern, BPA und anderen Schadstoffen. Zudem werden die Bäume oft auf anderen Kontinenten hergestellt, was ihren ökologischen Fußabdruck durch lange Transportwege noch vergrößert.

DIYS-Alternative?

Eine selbstgemachte Alternative ist hinter Türchen Nummer 10:

Kalendertürchen 10 | Naturpark-Adventskalender

Bastelidee

Upcycling Weihnachtsbaum aus einer Zeitschrift.

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Bonustipps zum Kauf und Umgang mit den Weihnachtsbäumen:

Länger die grüne Nadelpracht genießen

Um die Frische des Baumes zu testen, kann dieser einige Male mit dem Stamm auf den Boden geschlagen werden. Falls Nadeln herunterrieseln ist er schon etwas älter.

Der Baum sollte nach dem Schlagen bis zum Aufstellen ohne Netz entweder draußen im Garten an einer schattigen Stelle, im Keller oder der Garage in einem Eimer mit Wasser aufgestellt werden. Damit die Nadeln nicht so schnell ins Zimmer rieseln, sollte man Tanne, Fichte und Co. vor dem Schmücken erneut ansägen und in einen Ständer mit Wasser, einem Esslöffel Zucker oder Blumenfrisch stellen. Der Baum sollte nicht in der Nähe einer Heizung aufgestellt und möglichst täglich gegossen werden.

Entsorgung

Ist das Fest vorbei und die Nadeln langsam braun, kommt es auf die richtige Entsorgung an. Schon länger bieten die Kommunen eine flächendeckende Entsorgung nach der Weihnachtszeit an. 

Dabei werden die Bäume häufig weiter verwertet. In Berlin werden sie in Biomassekraftwerken zu Strom und Fernwärme umgewandelt. In Leipzig werden Weihnachtsbäume kompostiert und später zu Humus, in München werden sie teilweise in Spanplatten verwendet. Auch im eigenen Garten kann der Baum selbst kompostiert oder zu Brennholz verarbeiten werden. 

Restbestände werden häufig an Zoos abgegeben, wo Sie von den dort lebenden Tieren gerne gegessen oder bespielt werden. 

Ürbigens:

Wer hartnäckige Harzflecken auf den Händen entfernen möchte, sollte zu Butter oder Babyöl statt Seife greifen.