Kalendertürchen 8 | Naturpark-Adventskalender

Das Moor im Winter

Mitte Dezember wird es langsam richtig winterlich. Ein guter Zeitpunkt, um zu schauen, wie verschiedene Moorbewohner durch die kalte Jahreszeit kommen.

Schnee und Eis im Moor

Während die Birken ihre Blätter abwerfen und die Gräser langsam vergilben, erstrahlen die Torfmoose weiterhin in grün. Torfmoose halten keine Winterruhe. Sie wachsen auch im kalten Winter, wenn auch sehr viel langsamer, immer weiter. Sie vertragen sogar Temperaturen von bis zu -80 Grad. Selbst unter einer dicken Eisschicht hören sie nicht auf zu wachsen. 

Bei den Insekten jedoch sieht es anders aus. Die erwachsenen Libellen legen im Sommer ihre Eier in den Wassertümpeln im Moor ab und sterben danach im Herbst. Die Larven schlüpfen erst im Frühling, wenn es wieder warm genug ist. 

Die Ringelnatter zieht sich im September oder Oktober in ihr Winterquartier zurück. Da Nattern es gerne gesellig mögen, befinden sich in einem Quartier meistens mehrere Tiere. Diese liegen bevorzugt an Waldrändern oder in Komposthaufen. Während des Winters verfallen die Nattern in Winterstarre und verlassen ihre Quartiere erst wieder im März oder April.

Winterliche Moorlandschaft