Netzwerk Naturpark-Schulen

Grundschule Steinhude wird Naturpark-Schule

Erster Schritt zur Zertifizierung: Regionspräsident Steffen Krach (3. von links), Wunstorfs Erste Stadträtin Wiebke Schaffert-Weiland (2. von links), Schulleiterin Anette Wiborg (rechts) und Doreen Juffa, Geschäftsführerin des Naturparks Steinhuder Meer (links), unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung.

Themen wie Landwirtschaft oder die heimische Tierwelt sind fester Bestandteil des Lehrplans und das Klassenzimmer wird regelmäßig ins Moor oder den Wald verlegt, um die Schülerinnen und Schüler dabei für Besonderheiten ihrer Heimatregion zu begeistern: Das sind die Ziele des bundesweiten Netzwerks der „Naturpark-Schulen“. 

Die Grundschule Steinhude will die erste Naturpark-Schule rund ums Steinhuder Meer werden. Am 25. März haben Regionspräsident Steffen Krach, Wunstorfs Erste Stadträtin Wiebke Schaffert-Weiland, Schulleiterin Anette Wiborg und Doreen Juffa, Geschäftsführerin des Naturparks Steinhuder Meer, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet und damit den ersten Schritt zur Zertifizierung gemacht. 

Material für Schülerinnen und Schüler von Regionspräsident Steffen Krach

Gemeinsame Veranstaltungen von Grundschule und Naturpark gibt es schon länger. Die Kooperationsvereinbarung sorgt dafür, dass sie verbindlich und regelmäßig stattfinden: Jede Klasse wird mindestens einmal pro Schuljahr ein Naturpark-Thema im Unterricht behandeln und bei einer Exkursion vertiefen. Die ersten und zweiten Klassen beschäftigen sich mit dem Thema Wasser. Dazu gehört auch eine Exkursion auf die Badeinsel, wo die Kinder unter Anleitung eines Biologen nach Wassertieren keschern. Die dritten Klassen verlagern den Kunstunterricht nach draußen und gestalten vergängliche Kunstwerke aus Naturmaterial.

Schulchor der Grundschle Steinhude

Das Label „Naturpark-Schule“ prägt aber nicht nur den Unterricht: Auch die Lehrkräftefortbildung findet in diesem Jahr bei einer geführten Wanderung ins Tote Moor statt. Der Naturpark bietet die vereinbarten Veranstaltungen kostenlos an, unterstützt mit Unterrichtsmaterial und vermittelt den Kontakt zu anderen außerschulischen Lernorten. 

Das Naturpark-Team übergibt dem Kollegium Pflanzen für den Schulgarten.

Für die Zertifizierung müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden, die der Naturpark überprüft. Voraussichtlich im September kann der Verband Deutscher Naturparke die Schule offiziell als Naturparkschule auszeichnen. Die Zertifizierung gilt für fünf Jahre und kann dann nach erfolgreicher Prüfung jeweils um weitere fünf Jahre verlängert werden. Ansprechpartnerin für das Projekt im Naturpark-Team ist Umweltpädagogin Elke Bohn.

Hintergrund: Naturpark-Schulen

Die Naturpark-Schulen sind ein bundesweites Netzwerk. Die Idee stammt aus Österreich und wurde vom Verband Deutscher Naturparke übernommen. Ziel ist der Aufbau einer festen, dauerhaften Kooperation zwischen den Naturparken und Schulen. Die ersten Partnerschulen wurden Ende des Schuljahres 2013/14 als Naturpark-Schule ausgezeichnet. Mittlerweile gibt es deutschlandweit bereits 166 Naturpark-Schulen, in Niedersachsen sind es bisher 18.