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Das Steinhuder Meer

Das Steinhuder Meer ist  mit seiner Ausdehnung von etwa 8 x 4,5 km und durchschnittlich nur 1,5 m Tiefe, ein Flachsee. Es wird überwiegend durch Grundwasser gespeist und hat nur einen Abfluß im Westen, den Meerbach. Zwischen der Anlage seiner beiden künstlichen Inseln liegen nicht nur Jahrhunderte sondern auch Beweggründe, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Insel Wilhelmstein ließ Graf Wilhelm zwischen 1761 und 1765 als Inselfestung und Militärakademie aufschütten, dagegen hält die Badeinsel am Südufer von 1975 was sie verspricht.

Die Entstehung des Steinhuder Meeres

Über die Entstehung des Steinhuder Meeres gibt es mindesten zwei Theorien. Die eine besagt, dass die Gletscher der Eiszeit diese verhältnismäßig geringe Vertiefung herausgehobelt und dass sich in ihr dann das Schmelzwasser des Gletschers gesammelt hätte.

Eine andere Theorie behauptet, die große flache Wanne des Meeres sei in der Eiszeit durch einen nimmermüden fauchenden Eissturm aus dem damals trocken Boden bei tief stehendem Grundwasser ausgeblasen worden.

Erst in späteren Zeiten, als der Wassergehalt des Bodens anstieg, soll sich die Wanne gefüllt haben. Auch über das Verhältnis des Steinhuder Meeres zu Nachbarflüssen, der Leine und der Weser, gibt es mindestens zwei Meinungen. Während die eine für richtig hält, dass sich einst das Wasser der Leine durch das Meer hindurch in die Weser ergoss, vertritt eine andere den Standpunkt, dass in Urzeiten das Weserhochwasser durch das Steinhuder Meer in das Leinetal und von dort zur Aller abgeflossen sei. Der heutige Wasserbestand des Meeres wird ausschließlich aus den Quellen und Regenwasser gespeist. Es hat seinen Ursprung in der Nienburger Geest, sowie den Rehburger Bergen und ist von der dort fallenden Regenmenge abhängig. Von den kleinen Zuflüssen des Meeres hat nur der Grenzgraben eine ständige Wasserführung. Vom gesamten oberirdischen Zufluss erreicht nur ein viertel des Abflusses den Meerbach, der bei Nienburg in die Weser mündet.

Das Meer ist mit seinem Flächeninhalt von 31,9 km² der größte Binnensee Niedersachsens. Sein Umfang beträgt 24 km, sein Volumen 48 Millionen m³. Der mittlere jährliche Abfluss durch den Meerbach beläuft sich auf 19,2 Mill. m³. Bei Mittelwasser liegt der Spiegel des Meeres auf 37,90 m. Die mittlere Tiefe des Meeres beträgt 1,50 m. Nur in der größten Länge des Meeres (7,9 km) von Südwest nach Nordost zieht sich in etwa 100 m breite ein ungefähr 3m tiefer Graben, der im Volksmund -Deipen- genannt wird. Eine Ausuferung des Steinhuder Meeres ist im Zeitraum von 1901 bis 1920 häufig aufgetreten. Sie fiel gewöhnlich in den Monat April. Der niedrigste Tiefstand wurde im Trockenjahr 1934 ermittelt.


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