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25.05.2013
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Naturpark aktuell

2. Steinhuder Meer Konferenz

© F.-W. Hartmann
© RegionBus Hannover GmbH

Am 30. November 2012 veranstaltete der Naturpark Steinhuder Meer/ Region Hannover die 2. Steinhuder Meer-Konferenz. Damit fand die im Januar 2012 ins Leben gerufene Konferenzreihe ihre Fortsetzung. Sie dient als Austauschplattform für alle Akteure und Interessierten im und am Naturpark und rund um das Steinhuder Meer. Zum aktuellen Leitthema "Mobilität im Naturpark Steinhuder Meer - zu Land und zu Wasser" versammelten sich rund 100 Interessierte in den Strandterrassen in Steinhude.
Die Konferenz wird als jährliche Veranstaltungsreihe fortgesetzt.

Tagungsdokumentation zum Herunterladen

Auszüge aus der Dokumentation

Die einzelnen Vorträge zum Herunterladen:

1. Steinhuder Meer Konferenz

© Region Hannover, C. Stahl

Die erste Steinhuder Meer-Konferenz fand am 12. und 13. Januar 2012 statt. Die Region Hannover und der Naturpark Steinhuder Meer hatten dazu eingeladen und weit über 100 lokale Akteure und Interessierte waren gekommen um sich über Erfolge und Probleme auszutauschen, Lösungen zu suchen und über die weitere Zusammenarbeit zu sprechen.

Nach dem großen Erfolg der Auftaktveranstaltung wurde beschlossen, die Veranstaltungsreihe in einem jährlichen Turnus zu wiederholen.

Seeadlerschutz am Steinhuder Meer: Bojen am Südwestufer liegen in dieser Saison weiter seewärts

© Wolfgang Glawe

Region Hannover / Landkreise Nienburg und Schaumburg. Ab Mittwoch, 21. März 2012, darf auf dem Steinhuder Meer – mit Ausnahme der Naturschutzgebiete - wieder gesegelt werden. Zu Beginn der Wassersportsaison 2012 bittet der Fachbereich Umwelt der Region Hannover alle Bootsführer um besondere Rücksichtnahme, denn auch in diesem Jahr brüten die Seeadler wieder im Naturpark. Aus diesem Grund wurde die Bojenkette, die das Schutzgebiet „Meerbruch“ markiert, auf einer Länge von etwa 1,3 Kilometern um bis zu 240 Metern weiter seewärts verlegt.

Dieses Frühjahr haben die Wappenvögel für ihren neuen Horst eine etwa 150 Meter vom Südwestufer entfernt stehende Pappel gewählt. Damit die großen Greifvögel  erfolgreich brüten können, ist eine Ruhezone in Nestnähe entscheidend. Die bisherige Bojenkette liegt zu dicht am Horst der Adler. Schon eine kurze Störung der Brutplätze reicht aus, um die streng geschützten Tiere zu vertreiben. Die Eier oder die wehrlosen Küken sind dann eine leichte Beute für Fressfeinde.

Durch eine Verlegung der roten Bojen können Störungen des Brutpaares durch den Bootsverkehr vermieden werden. Die Markierungslinie darf deshalb zum Schutz der Adlerbrut nicht überfahren werden, darauf weist die Regionsverwaltung hin.

Rückkehr der Fischadler

Erfolg im Artenschutz: Nach über 100 Jahren brüten wieder Fischadlerpaare in der Region Hannover

Region Hannover/Nienburg/Schaumburg – Fischadler sind Zugvögel, die mit etwas Glück auch am Steinhuder Meer beim Jagen beobachtet werden können. Als Kinderstube ist den scheuen Greifvögeln der Naturpark aber lange nicht geheuer gewesen. Mit menschlicher Nisthilfe hat sich dies geändert: Nach über 100 Jahren brüten gleich zwei Fischadlerpaare wieder in der Region Hannover. Jungvögel sind in einem Waldstück im Norden des Meeres geschlüpft; ein weiteres Paar versorgt in den „Meerbruchswiesen“ drei Küken.

„Wie erfolgreich die Arten- und Naturschutzmaßnahmen am Steinhuder Meer waren und sind, lässt sich mit bloßem Auge beobachten: Der europäische Nerz fühlt sich  hier ebenso wieder heimisch wie der Fischotter oder der Seeadler“, freut sich Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover, über den Zuzug der flinken Fischer: „Ich hoffe, dass möglichst viele der jungen Adler die weite Reise in afrikanische Winterquartier und zurück überstehen und ans Steinhuder Meer zurückkehren.“ Die jüngsten Bruterfolge der Fischadler gehen auch auf ein menschliches Nestwerk zurück: Die Wiederansiedlung der Fischadler wurde durch die Region Hannover, das Land Niedersachsen und den NABU gefördert.

Das Besondere für Spaziergänger und Naturfreunde: Die Fischadler brüten in Sichtweite der noch größeren Seeadler, knapp zwei Kilometer entfernt. Sowohl der Seeadler wie auch die Fischadler können mit einem Fernglas oder auch dem öffentlichen Münzfernrohr vom Heudamm nördlich von Winzlar aus beobachtet werden. Für Sonja Papenfuß eine einmalige Gelegenheit: “Ein anderer Platz in freier Natur, an dem diese beiden großen Adlerarten von einem Standpunkt aus beim Brutgeschäft beobachtet werden können, ist kaum zu finden.“

Besucher sollten den sensiblen Vögeln aber nicht zu nahe kommen. Schon eine kurze Störung kann die streng geschützten Altvögel vertreiben. Hier reicht ein kurzer Zeitraum, um Eier oder Küken zur leichten Beute für Krähe und Co. werden zu lassen.

Neben Fisch- und  Seeadler ziehen viele andere Arten wie Kranich oder Wachtelkönig, Hase und Reh im Schutzgebiet am Steinhuder Meer ihre Jungen groß. Für alle diese Arten ist ein störungsfreies Brutgeschäft für eine erfolgreiche Jungenaufzucht überlebenswichtig. Daher der dringende Appell an alle Besucher des Naturschutzgebietes: Betreten nur auf den öffentlichen Wegen erlaubt.

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Fast wie echt: Neue Multimediaschau im Infozentrum

Im Boot Platz nehmen und Natur erleben: Im Informationszentrum des Naturparks Steinhuder Meer in Steinhude ist das Lernen noch ein bisschen spannender geworden. Bei einer virtuellen Fahrt über den See lernen die Besucherinnen und Besucher jetzt verschiedene Aspekte des Naturparks kennen. Auf Knopfdruck wird das Thema gewählt: Natur, Geologie, Fischerei, Wassersport, Unterwasserwelt, Freizeitmöglichkeiten oder die Insel Wilhelmstein. Ein Schauspieler und eine Schauspielerin geben die Informationen, die das reine Bilderlebnis nicht liefern kann. Prof. Dr. Axel Priebs, Umweltdezernent der Region Hannover, hat die neue Ausstellung im Scheunenviertel am Freitag offiziell eröffnet – und fand viele lobende Worte.

„Wir freuen uns, dass so viele Menschen den Naturpark Steinhuder Meer besuchen“, sagte er. „Wir wollen aber, dass die Leute neben der Erholung auch neue Erkenntnisse mitnehmen und ein Verständnis für den Wert dieser Natur aufbauen. Für alle, die sich für den Naturpark interessieren, sind unsere Informationszentren am Steinhuder Meer die richtige Anlaufstelle.“ Wichtig sei dabei, die Besucher nicht zu langweilen. „Die Informationen müssen so aufgebaut sein, dass es Spaß macht, Neues zu erfahren. Und das ist hier wunderbar gelungen.“

Zu den Filmen kommen noch ein paar Extras: So liefert das System auf Wunsch den genauen Standort des virtuellen Boots im See auf einer Karte. Und was wäre ein Boot ohne Wellenschlag? Nicht nur das Schwanken, auch Wind und Gischt erlebt der Besucher hautnah. „Ein Erlebnis, das höchstens durch eine echte Fahrt im Auswanderer zu ersetzen ist“, meint Prof. Dr. Priebs.

Das Informationszentrum in Wunstorf-Steinhude, Am Graben 3-4, ist im Jahr 2000 eröffnet worden und Bestandteil des Scheunenviertels.

Öffnungszeiten:

Hauptsaison: Vom 1. Mai - zum 31. Oktober täglich von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr

Nebensaison: 1.November - 30. April Mittwoch bis Sonntag 11 bis 13 Uhr und 14 bis 17:00 Uhr

(Januar geschlossen)

Region Hannover 2010