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Moore
- Urlandschaften unserer Erde
Auf der Welt finden sich
Moore nur an wenigen Stellen. Sie gehören zu den „Urlandschaften“
unserer Erde.
Moore entstanden dort,
wo zum überwiegenden Teil des Jahres ein Wasserüberschuss vorhanden
ist. Dabei können abgestorbene Pflanzenteile in diesem nassen Milieu
nicht vollständig zersetzt werden, so dass sich Torfe bilden.
Zonen intensiver Torfbildung
finden sich auf der nördlichen Halbkugel, nämlich in Europa,
Westsibirien, im Norden der USA und Kanada sowie in den feuchten Tropen.
Die Moore in Europa nehmen etwa 5 % der Gesamtfläche ein.
Hoch-
und Niedermoore
Es werden zwei Typen von
Moor unterschieden: Niedermoore entstehen aus verlandeten Seen und
haben Anschluss zum Grundwasser. Sie sind eher nährstoffreich und
weisen einen üppigen Pflanzenwuchs auf. Hochmoore hingegen haben keine
Verbindung zum Grundwasser und werden durch Niederschlagswasser gespeist.
Sie sind sehr nährstoffarm.
Hochmoore
- Sauer wie Zitronensaft
Eine typische Eigenschaft
der Hochmoore ist ihr hoher Säuregehalt mit einem PH-Wert von ca.
3 – 4, das ist so sauer wie Zitronensaft. Moorwasser ist außerdem
sauerstoffarm. Hier leben kaum Bakterien. Abgestorbene Pflanzenteile werden
deshalb nicht durch Fäulnis abgebaut, sondern konserviert.
Hochmoore
in Deutschland
In Deutschland sind die Hochmoore
sehr unterschiedlich verteilt. Sie befinden sich besonders in den regenreichen
Küstengebieten Norddeutschlands, im Voralpenland und in höheren
Lagen der Mittelgebirge. Niedersachsen gehört zu den moorreichsten
Gebieten. Hier war nach dem Ende der letzten Eiszeit neben der Waldentwicklung
die Moorbildung landschaftsbestimmend. Von den ursprünglich 2.500
km² sind heute jedoch nur noch 10 % in naturnahem Zustand vorhanden.
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